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Ägypten
Rückblick in die Geschichte Ägyptens
Vor etwa 7.000 Jahren siedelten Nomadenstämme an den Ufern des Nil - und seit dieser Zeit ist dieser längste Fluss Afrikas die Lebensader des Landes. 2.000 Jahre später erfolgte die Vereinigung von Ober- und Unterägypten und ab 2.650 v. Chr. entwickelte sich parallel zum Bau der großen Pyramiden das Alte Reich. Die als Vertreter des Himmelsgottes auf Erden herrschenden Könige erweiterten das Territorium Ägyptens und leiteten die weitere Entwicklung von Religion und Gesellschaft ein. Um das Jahr 2.000 v. Chr. wurde Theben die Hauptstadt des Mittleren Reiches; die Tempelstätten Luxor und Karnak entstanden.
Die folgende Periode war von mehreren Feldzügen gekennzeichnet, die bekanntesten Herrscher waren Hatschepsut, Thutmosis und Echnaton mit seiner Gattin Nofretete. Nach einer erneuten Blütezeit des Landes unter Ramses II., begann der Niedergang und Zerfall des Alten Ägypten.
Libyer, Perser und letztendlich die Griechen eroberten das Land; Alexander der Große gründete Alexandria und er und seine Nachfolger entwickelten Ägypten zum Zentrum griechischer Kunst und Kultur. Diese Epoche wurde kurz vor der Zeitenwende mit der Übernahme der Herrschaft durch die Römer beendet. Das Land wurdee ausgebeutet und verarmte. Nach einer relativ kurzen byzantinischen Herrschaftsepoche erfolgte ab Mitte des 7.Jahrhunderts eine Islamisierung Ägyptens. Türken, Franzosen und Engländer wechselten sich in der Besetzung ab, bis unter Mohammed Ali ab 1805 das moderne Ägypten entstand, das im Jahr 1922 seine offizielle Unabhängigkeit erhiet.
Land und Leute
Mit einer Fläche von etwas über einer Million Quadratkilometer ist Ägypten knapp dreimal so groß wie Deutschland. Gelegen im nordöstlichen Afrika wird das Land im Norden und Osten vom Mittelmeer und dem Roten Meer, die beide durch den Suezkanal verbunden sind, begrenzt. Im Süden und Westen bilden Sudan und Israel und der Gaza-Streifen die Grenzen.
Über 90 Prozent des Landes werden von der Lybischen und Arabischen Wüste eingenommen. Lediglich in dem bis zu 25 Kilometer breiten Niltal und im Nildelta sowie in den Küstenregionen der zwei angrenzenden Meere ist zivilisiertes Leben möglich. Eine rasant angestiegene Einwohnerzahl von etwa 80 Millionen Menschen konzentriert sich in diesen Gebieten.
Während im Nildelta und an der Mittelmeerküste gemäßigtes Klima vorherrscht, dominieren in den übrigen Landesteilen bei Wüstenklima sehr heiße, trockene Sommer und mäßig warme, meist trockene Winter.
Die überwiegende Mehrheit der Ägypter sind Moslems, wobei positiv auffällt, dass die Frauen emanzipierter als in anderen arabischen Ländern sind. Die meisten Bewohner sind Nachfahren der altägyptischen Urbevölkerung; Berber und Nubier bilden kleine eigene Volksgruppen.
Ägyptens Städte
An erster Stelle soll die Hauptstadt Kairo - arabisch "Die Siegreiche" - genannt werden. Die über 15 Millionen Einwohner bringen der Stadt große soziale und städtebauliche Probleme. Hitze, Staub, Lärm und nur ganz spärliches Grün prägen das Bild in dem Gewirr der Straßen und Gassen. Doch erlebenswert ist Kairo allemal, vor allem auch wegen der Pyramiden, Museen, Moscheen, Minarette und Basare.
Zweitgrößte Stadt Ägyptens ist Alexandria, in der das bunte Leben stark europäische Züge hat. Weltoffen, mit einem bedeutenden Mittelmeerhafen, versucht die Stadt, die auch in ihr herrschenden sozialen Probleme in den Griff zu bekommen.
Tempel und antike Monumente sind in Luxor mit der lebendigen Innenstadt regelrecht verwachsen. Von hier aus lassen sich bequem die prächtigen Tempel von Karnak und die Grabstätten in Theben besuchen.
Mit Assuan, am gleichnamigen Stausee, sowie Hurghada und Sham esh Sheikh am Roten Meer soll die Aufzählung der touristisch interessantesten Städte des Landes beendet werden.
Sehenswürdigkeiten
In Verbindung mit den im vorhergehenden Abschnitt genannten Städten, wurde bereits auf einige Sehenswürdigkeiten hingewiesen. Viele weitere lassen sich während einer Nilkreuzfahrt erleben. Ob die Kolossalstatue von Ramses II. in Luxor, der aufwendig versetzte Felsentempel Abu Simpel oder der Hochstaudamm des Nasser-Stausees - sie alle zeugen von imponierenden Leistungen aus Vergangenheit und Gegenwart.
Nicht unerwähnt bleiben darf das berühmte Tal der Könige in den kahlen Bergen der lybischen Wüste, in dem Dutzende Ruhestätten von Königen in teilweise prächtig geschmückten Grabkammern zu sehen sind.
Aber auch andere Sehenswürdigkeiten, wie die berühmte Sphinx aus Alabaster, oder das Weiße und Rote Kloster am Wüstenrand nahe der Provinzhauptstadt Sohag kann der interessierte Tourist auf seiner Reise durch Ägypten kennenlernen.
Sonstiges und Besonderheiten
Eine beliebte und vielgenutzte Besonderheit eines Ägypten-Aufenthaltes ist die Verbindung von kultureller Bildungsreise und Badeurlaub. Neben den Badeorten an der Mittelmeerküste sind die Strände am Roten Meer ein beliebtes Urlaubsziel. Während die Badeurlauber besonders die warmen Temperaturen und die schönen Strände schätzen, schwärmen Taucher und Schnorchler von der überwältigenden Unterwasserwelt des Roten Meeres.
Mit einer faszinierenden Aussicht auf die nahen Wüstenberge haben sich in den vergangenen Jahren die Hotel- und Clubanlagen Hurghadas zu einem idealen Ort der Erholung von den oft vorausgegangenen Kultur- und Städtereisen durch Ägypten empfohlen.
Auf der Halbinsel Sinai kann neben Baden und Tauchen auch ein Kamelritt in die Wüste absolviert oder eine Tour auf den Berg Sinai unternommen werden.
Vor Antritt einer Reise nach Ägypten, ist eine Information zur Sicherheitslage empfehlenswert. Ansonsten sind außer der Einstellung auf die klimatischen Verhältnisse keine wesentlichen Besonderheiten oder Beeinträchtigungen zu erwarten.
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