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China


Entstehung/Geschichte


Bereits vor mehr als einer Million Jahren wurde China besiedelt. Dies zeigen Funde von Schädelfragmenten in der Provinz Shaanxi, was auf frühe Vertreter des Homo erectus hinweist.

Die Geschichtsschreibung beginnt mit der Shang-Dynastie (1766 bis 1122 v- Chr). Großkönige, die sich bereits auf eine Beamtenschaft stützten, herrschten über tributpflichtige Füsterntümer.

Mit Beginn der Ch´in-Dynastie (221 - 206 v.Chr.) entstand ein Reich, dass nahezu dem heutigen Kernland Chinas entspricht. In dieser Zeit wurde auch mit dem Bau der "Großen Mauer" begonnen und die berühmte "Terrakotta-Armee" aufgestellt.

Nachfolgende Dynastien hielten das Reich zusammen, bis die Mongolen im 12. Jahrhundert in China einfielen. Unter der Yüan-Dynastie gehörte China zum mongolischen Weltreich, bis 1368 Aufstände die Ming-Kaiser an die Macht brachten. Diese errichteten ein autoritäres Regime und erwiesen sich als außerordentlich fremden- und reformfeindlich.

Korruption und Ämterpatronage bewirken, dass die halbnomadischen Mandschu in das Reich einfielen und von 1644 bis 1911 das "Reich der Mitte" regierten. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts drängten zunehmend europäische Mächte auf den Markt. Als Großbritanien seine illegalen Opimexporte massiv ausweitete, kam es von 1840 bis 1842 zum Opiumkrieg, in dem China den Briten unterlag.

Die Schwäche der chinesischen Regierung ermunterte mehrere Großmächte, weitere "Schutzgebiete" zu beanspruchen. Der Boxeraufstand im Jahr 1900 wurde von gemeinsamen Expeditionsheer der Westmächte und Japans niedergeschlagen.

Revolutionäte chinesische Gruppen organisierten Aufstände und im Jahr 1911 wurde Sun Yat-sen zum Präsidenten der ersten Republik gewählt. Er verzichtete aber zugunsten des Generals Xüan Shi`kai, der 1916 ermordet wurde. Die Zentralgewalt zerfiel und sogenannte Warlords lieferten sich zahlreiche Kämpfe.

1919 wurden die ersten marxistischen Gruppen gegründet. Bis zum Jahre 1949 eroberten die Kommunisten das gesamte chinesiche Land. Am 1.10.1949 rief Mao Tse-Tung die Volksrrepublik China aus. Nach Maos Tod 1976 kam es immer wieder zu Liberalisierungen, die aber seither oft wieder rückgängig gemacht wurden.


Größe


China ist mit einer Fläche von 9.571.000 km² das viertgrößte Land der Erde. Seine Ost-West-Ausdehnung beträgt 4500 KIlometer, die von Norden nach Süden 4200.

Das riesige Land nimmt den größten Teil Zentral- und Ostasiens ein, im Norden gehört die Innere Mongolei, im Nordwesten Tibet zur Volksrepublik China, im Osten liegt es am Gelben Meer und am Ostchinesischen Meer, im Südosten am Südchinesischen Meer.


Einwohner


Mit 1,3 Milliarden Einwohnern ist China das volkreichste Land der Welt. Um den Bevölkerungsanstieg zu bremsen, hat China das Ein-Kind-Programm entwickelt, dass Eltern, die nur ein Kind auf die Welt bringen, besondere staatliche Zuschüsse verspricht. Mittlerweile gleicht sich das Bevölkerungswachstum den westlichen Industriestaaten an.

Die Regierung unterstützt Umzüge aus den Ballungsgebieten des Ostens in die fast menschenleeren Westprovinzen. Andererseits drängen die, während der Kulturrevolution zwangsumgesiedelten Menschen wieder zurück in die Großstädte.

56 ethnische Gruppen sind in China registriert, die Han-Chinesen sind dabei mit etwa 93% weitaus am stärksten vertreten.


Klima


Von den kühlen, im Winter extrem kalten Gebieten des zentralasiatischen Hochlandes und der Mandschurei bis zu den subtropischen und tropischen Gegenden im Südosten besitzt China äußerst unterschiedliche Klimazonen.

Der Süden erhält durch den Sommermonsun reichliche Niederschläge, Im Herbst sind tropische Wirbelstürme keine Seltenheit. Der Norden hat ebenfalls warme Sommer, aber kalte Winter und eine wesentlich geringere Niederschlagsmenge. Der Regen ist hier sehr ungleichmäßig verteilt, so dass genauso Dürren wie Überschwemmungen auftreten können.

Der Westen Chinas und Tibet sind ausgesprochene Trockengebiete mit Wintertemperaturen von bis zu -40 Grad Celsius und sehr kühlen Sommern.


Flora und Fauna


Ausgedehnte Wälder finden sich in Osttibet, in den Tälen Bambus, in den höheren Lagen Misch- und Nadelwälder. In Südchina wird die Vegetation subtropisch mit Kastanien-, Pinien-, und Zypressenwäldern. Bekannt ist in dieser Region der Maulbeerbaum, der für die Seidenraupenzucht notwendig ist.

Die Region Hainan kann mit tropischen Mangroven- und Regenwäldern aufwarten, im Bergland Mittelchinas wachsen Mischwälder mit dem einzigartigen wilden Gingko-Baum. Das Tarimbecken, die östliche Dschungurei und die westliche Gobi dagegen sind Wüsten und das Hochland von Tibet liegt größtenteils oberhalb der Baumgrenze.

Entsprechend seiner Klimazonen leben im Norden Chinas Hirsche, Elche und Biber. In den Steppen der Inneren Mongolei trifft man auf die seltenen Prezwalski-Pferde, sowie auf zweihöckerige Kamele. Im Nordwesten, an der Grenze zu Tibet, lebt der chinesische Tiger. Am Rande des tibetischen Gebirges findet man auch das Wappentier des World Wildlife Funds, den Großen Panda.

Auch im Gebiet des Yangtsekiang leben seltene Tiere wie die Chinesischen Flußdelphine, die Löffelstöre, die Chinesischen Alligatoren und die Chnesischen Riesensalamander.


Städte


Nur 43% der Bewohner Chinas leben in Städten, was teilweise an Umsiedlungsprogrammen der Regierung, in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts, liegt.

Peking, die 15 Millionen Einwohner beherbergende Hauptstadt Chinas und meist die erste Station der China-Reisenden fehlt ein bisschen die asiatische Exotik. In der Nähe Pekings finden sich aber einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Chinas.

Als bedeutendste Industriestadt Chinas gilt die einst berüchtigte, 18 Millionen Einwohner zählende, Hafenstadt Shanghai im Südosten.

Die Städte Chinas sind meist Millionenmetropolen. Neben den bekanntesten Städten Peking und Shanghai sind das Guangzhou im Süden mit 9 Millionen Einwohnern, Nanking mit 5 Millionen, Wuhan in Zentralchina mit 8 Millionen und einige weitere.


Sehenswürdigkeiten


Die berühmtesten Sehenswürdigkeiten Chinas sind die Große Mauer, die nördlich von Peking am besten restauriert wurde, die Verbotene Stadt, die eigentlich ein riesiger Palastkomplex im Herzen von Peking ist, sowie die Tearrakotta-Armee im Mausoleum Shihuangdis.

Insgesamt zählen mehr als dreißig chinesische Bauwerke zum Weltkulturerbe, womit China einen Weltrekord hält.


Sonstiges/Besonderheiten


China ist ein faszinierendes Land mit grandiosen Landschaften, dass im Westen aufgrund seines allzu schlechten Rufes in der Presse, in weiten Teilen immer noch unbekannt ist.

Um China wirklich kennenzulernen, wäre es das Beste, sich ein halbes Jahr oder länger Zeit zu nehmen, um das riesige Land zu bereisen. Wer weniger Zeit hat, wird einige Male ins Flugzeug steigen müssen, um die markantesten Punkte Chinas erleben zu können.

 

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