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Brasilien


Geschichte


Weit vor der Besiedlung Brasiliens durch die Portugiesen waren es Indianer, die dieses Land bewohnten. Vor allem in Höhlen rund um den Amazonas findet man noch heute Spuren der einstigen Bewohner. Genaue Erkenntnisse über deren Lebensweise wurden – im Gegensatz zu den Nachbarn der Inka - bis heute nicht genau erforscht.

Die ersten europäischen Siedler gelangten um 1500 – unter der Führung von Pedro Cabral – in dieses riesige Land.

Berichten zufolge lebten in der Zeit der Kolonisation ungefähr 6 Mio. Indianer und Ureinwohner in kleinen Dörfern des Amazonasgebietes. Vorwiegend wurde Ackerbau und Landwirtschaft betrieben.

Zahlreiche Entdecker und Seefahrer sollten es in den Folgejahren Cabral gleichtun und dieses Land besuchen und erforschen – vorwiegend mit dem Ziel Wertvolles zu finden, um es in Europa zu verkaufen oder zu etablieren. Aber es folgten auch zahlreiche weitere europäische Siedler, die Brasilien als neue Heimat sahen.

Im Gegensatz zu den Spaniern, waren die Portugiesen keineswegs auf Eroberung, Kontrolle und Besiedlung des Landes aus. Meistens waren es Seefahrer, denen es vielmehr um Handel und Landwirtschaft ging. Daher blieb das Landesinnere Brasiliens weitestgehend unerforscht.

In der Zeit des Zuckers um 1600 zählte Brasilien dann zum größten Produzent für Zucker weltweit. Damit einhergehend kam auch die Sklaverei.

Durch Eheschließungen zwischen Portugiesen und Ureinwohner, entstand eine multikulturelle Bevölkerung wie man sie nirgends sonst finden kann. Diese einzigartige Kombination aus Europäern, Indianern, Asiaten und Afrikaner macht dieses Land bis heute so liebenswert.

Durch Goldfunde im Süden des Landes stieg auch das Interesse am Landesinneren. Gold und Diamanten zogen zahlreiche Glücksuchende an.

Als Anfang des 18. Jahrhunderts Napoleon in Portugal Einzug hielt, floh Prinz Dom Joao nach Brasilien und baute dort sein Reich auf. 20 Jahre später sollte sich die Lage in Europa bessern und Dom Joao ging zurück nach Portugal. Sein Sohn Dom Pedro jedoch blieb in Brasilien und rief entgegen dem Vorschlag seines Vaters die Unabhängigkeit Brasiliens von Portugal aus.


Größe


Interessanterweise ist vor allem, dass in dem riesigen Land das Verhältnis zwischen Bevölkerung und Bevölkerungsdichte relativ gering ist. Die Bevölkerung von 188 Mio. verteilt sich überwiegend auf die Ballungszentren um Rio de Janeiro, Sao Paolo oder Brasilia.

Brasilien zählt mit einer Größe von ca. 8 Mio. km² zu den größten Ländern der Welt, neben Russland, China oder den USA.


Städte


Auf einem Urlaub in Brasilien sollte man die aufregenden Städte unbedingt besucht haben.

Die größten und zugleich sehenswertesten Städte sind São Paulo, Rio de Janeiro, Belo Horizonte, Porto Alegre und die Hauptstadt Brasília.

São Paulo ist mit Abstand die größte Stadt des Landes sowie die größte Stadt Südamerikas und zugleich auch die Größte der Südhalbkugel. Sao Paulo ist der Wirtschaftsstandort des Landes und zudem das größte deutsche Zentrum für Investitionen außerhalb der USA und den EU. Als das industrielle Zentrum schlechthin zieht Sao Paulo kontinuierlich zahlreiche Einwanderer an, so dass sich die Zahl der Einwohner innerhalb der letzten 40 Jahre nahezu verdoppelt hat.

Fast 200 Jahrelang war Rio de Janeiro die Hauptstadt Brasiliens, bis letztendlich Brasília in den 60er Jahren zur Hauptstadt ernannt wurde. Und dennoch zählt Rio de Janeiro zur bekanntesten Stadt des Landes. Vor allem Touristen lieben den Karneval und die weltberühmten Strände Ipanema und Copacabana. Neben dem boomenden Tourismus kämpft Rio jedoch auch mit typischen Problemen einer Metropole wie Armut und Kriminalität.

Als Brasilia in den 60er Jahren zur Hauptstadt ernannt wurde, war sie gerade mal 3 Jahre alt. Denn so lange dauert die Aufbauphase für diese Stadt im Herzen Brasiliens. Sie wurde im Auftrag des einstigen Präsidenten Kubitschek errichtet und sollte eigentlich als glänzende Prachtstadt dienen. Die Entwicklung schritt allerdings nicht planmäßig voran, sodass auch Brasilia in den Randbezirken durch Favelas geprägt ist.

Mehr als 70 % der brasilianischen Bevölkerung lebt in den Metropolen.


Sehenswürdigkeiten


Brasilien ist riesig und hat zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bieten – beachten Sie dies bei Ihrer Reiseplanung unbedingt.

Äußerst beliebt und auf der ganzen Welt berühmt ist wohl der Amazonas. Umgeben von Regenwald und ursprünglicher Flora und Fauna hat man hier die einzigartige Möglichkeit, den Amazonas hautnah zu sehen – am besten vom Wasser aus auf einem der Bootstouren.

Neben den berühmten Städten, die auf einem Brasilien Urlaub nicht fehlen dürfen, zählen auch die Wasserfälle von Iguacu zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten.

Ahlen Sie sich in der Sonne an der Copacabana, genießen Sie den Ausblick vom Zuckerhund, tauchen Sie ein in die verwunschen Wälder rund um den Amazonas und lassen Sie sich von den Iguacu Fällen den Atem rauben – all das können Sie in Brasilien erleben.


Sonstiges/Besonderheiten


Entgegen der geläufigen Meinung gibt es auch gerade im Süden Brasilien Regionen, wo es im Winter Minusgrade zu verzeichnen gibt. Allgemein gesprochen herrschen in Brasilien fast das ganze Jahr über tropisch, warme Temperaturen, weswegen sich dieses Land als besonderen Reiseziel gut eignet.

 

 

 

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